Tag 1

Wir sind in Donezk angekommen und alles scheint wie immer, selbst die Sonne zur Begrüßung. Roman, unser Fahrer, ist ein großer Freund der sehr hohen Geschwindigkeit. An den Checkpoints die zu erwartenden Fragen und Kontrollen. Das zerplatzte Shampoo in meinem Koffer erzeugt Mitleid und Handlungsbedarf in den Köpfen der umstehenden Kontrolleure und entspannt die Formalität des Vorgangs. Lächelnd verabschieden wir uns und Roman zieht straff auf 140 km/h auf der Landpiste. Subjektiver Eindruck. Die Landschaft fliegt vorbei. Hier war Krieg. Die Landschaft fliegt vorbei. Hier leben Menschen. In den Vorstädten Donezk entstehen vertraute Gewerbegebiete – Baumärkte, Elekrogroßmärkte und Autohäuser. Selbst die Möbelwelt, auf Russisch „Mebel-Mir“ verkündet eine baldige Eröffnung. Die „Mebel-Mir“ kann man auch als Möbelfrieden lesen, denn die Russen haben für die Welt und den Frieden nur ein Wort – „Mir“. Mit dem Terminus des Möbelfriedens rasen wir über den Kalmius, sind in unserem Hotel angekommen und alles scheint wie immer, selbst die Sonne zur Begrüßung.

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