Die Partitur des Krieges – Leben zwischen den Fronten (Dokumentarfilm und musikalische Lesung)

Wann:
21/04/2017 um 20:15 – 23:15
2017-04-21T20:15:00+02:00
2017-04-21T23:15:00+02:00
Wo:
UNION FILMTHEATER Friedrichshagen
Bölschestraße 69
12587 Berlin
Deutschland
Preis:
11
Kontakt:
Die Partitur des Krieges - Leben zwischen den Fronten (Dokumentarfilm und musikalische Lesung) @ UNION FILMTHEATER Friedrichshagen | Berlin | Berlin | Deutschland

Mark Chaet lebt seit über 20 Jahren in Berlin. Geboren wurde er in der Ostukraine, in Kramatorsk, eine Industriestadt auf ukrainischer Seite des Konfliktgebietes. Auf der anderen Seite, in Donezk, studierte Mark Chaet am Konservatorium das Geigenfach. Im Angesicht des Krieges kehrt er im April 2015 erstmals in seine Heimat zurück, erfährt im Gespräch mit Freunden und Kollegen menschliche, politische und kulturelle Wirklichkeiten. Eine Reise ins Zentrum des Krieges. Eine Reise ins Innere der eigenen Vergangenheit und menschlicher Würde.

Die Lesung
Der Regisseur Tom Franke verfasste täglich seine ganz persönlichen Notizen, um Verwandten, Freunden und Kollegen in Deutschland von der Situation in der Ostukraine und der Arbeit des Filmteams zu berichten. Aus diesem sehr eindringlichen Text entwickelte Tom Franke eine ca. 25minütige Lesung, die Mark Chaet auf der Geige begleitet. Dieser sehr direkte Zugang zum Thema und zum konkreten Arbeitsprozess der Filmemacher stellt einen echten Mehrwert dar, da der Text das Publikum aus der Erfahrung heraus unmittelbar anspricht und sensibilisiert. Das Geigenspiel des Mark Chaets ist hierbei nicht simple Untermahlung, sondern schafft eine ganz besondere sinnliche Dimension.

Der Dokumentarfilm
Im Frühjahr 2015 bereisten der Dokumentarfilmregisseur Tom Franke, der Autor Armin Siebert, der Tontechniker Karsten Gläser und der Musiker Mark Chaet die Ostukraine. Der Geiger und Komponist Mark Chaet lebt heute in Berlin. Vor über 20 Jahren verließ er seine Heimat – die Ostukraine. Vor dem Hintergrund des Krieges kehrt er erstmals zurück.
Entstanden ist ein einfühlsamer Dokumentarfilm, der sich auf die biografischen Wurzeln Mark Chaets begibt. Geboren wurde der Musiker in Kramatorsk, auf der ukrainischen Seite des Konfliktgebietes. Auf der anderen Seite, in Donezk, studierte am Konservatorium Violine. In intensiven Gesprächen mit Verwandten und Freunden erlebt Mark Chaet den Lebensalltag der Menschen in einem Bürgerkrieg – mitten in Europa. Der Dokumentarfilm „Die Partitur des Krieges – Leben zwischen den Fronten“ nimmt den Zuschauer mit auf diese Reise in die Ostukraine – in die Vergangenheit Mark Chaets. Jenseits politischer Statements und medialer Verkürzung zeigt der Film Ambivalenzen auf und vermeidet einfache Antworten. Im Zentrum stehen die Menschen mit ihren unterschiedlichen Meinungen, Hoffnungen und Ängsten. Und dies vor dem Hintergrund kultureller Lebenswirklichkeit auf beiden Seiten der Front.
Der Dokumentarfilm feierte am 20. Mai 2016 seine Welturaufführung in Donezk. Die deutsche Premiere fand am 02. Juli im traditionsreichen Berliner Kino Babylon statt. Es folgten deutschlandweit eine Vielzahl an Aufführungen. Des Weiteren wurde der Film im deutschen Fernsehen beim Rundfunk-Berlin-Brandenburg (rbb) und auf dem russischen Kanal Rossija1 ausgestrahlt.
Die kontroversen Reaktionen zeigen, dass der Film zur Diskussion auffordert. Der Protagonist Mark Chaet und der Regisseur Tom Franke stellen sich gern im Anschluss einer Filmvorführung den Fragen des Publikums.

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